Die Grade

(Erlebnisstufen)




1.-3. Grad: Johannisloge (symbolische Grade)



4.-7. Grad: Kapitel (Kapitelgrade)



8.-9. Grad: Konzil (kryptische Grade)



10.-12. Grad: Präzeptorei/Komturei (Rittergrade)



  1. 1.Grad: Lehrling

Der Lehrlingsgrad beschäftigt sich mit Selbsterkenntnis und geht der Frage nach, wie aus dem symbolischen „rauen Stein“ ein behauener Stein werden kann. Ein Freimaurer im ersten Grad lernt sich seiner Schwächen bewusst zu werden. Hilfsbereit geht er im Gegenzug denjenigen zur Hand, die wiederum seine Hilfe benötigen. Wird er belehrt, so ist es seine Aufgabe, dies stets zu hinterfragen, um den Sinn dahinter zu verstehen, statt kritiklos möglicherweise falsche oder falsch verstandene Handlungsanweisungen zu übernehmen, die nachher großen Schaden anrichten könnten.


  1. 2.Grad: Geselle

Der Gesellengrad dient der Schulung von Geduld und der Reflexion des eigenen Sozialverhaltens. Der Geselle geht dabei auf Reisen und besucht andere Logen. Zu diesem Grad gehört in verschiedenen Freimaurersystemen die intensive Beschäftigung mit den sieben freien Künsten der Antike. Der Geselle unterstützt mit seinen neu erworbenen Fähigkeiten seine Mitmenschen und so fügt sich der behauene Stein langsam in das gemeinsame symbolische Bauwerk der Humanität ein.


  1. 3.Grad: Meister

Der Meistergrad schließlich betont die eigene Vergänglichkeit und vergegenwärtigt die zuweilen schwierige, aber wichtige Aufgabe, die erworbenen Erfahrungen an diejenigen weiterzugeben, die die Arbeit fortführen sollen. Dieser Arbeit gibt der Meister Struktur, indem er seine Mitmenschen dabei unterstützt, ihren eigenen Platz im gemeinsamen Gebäude entsprechend ihrer individuellen Stärken zu finden. Die Szenerie des Rituals wird von der fiktiven Dombauhütte weg zur (in dieser Form ebenfalls fiktiven) Baustelle des Tempels Salomos  verlegt. Der Tempel Salomos steht ideell für den „Tempelbau der Menschheit“ und hat nur in der christlichen Freimaurerei tatsächlich etwas mit dem biblischen Gebäude zu tun.


  1. 4.Grad: Markmeister

Der Markmeister ist eine Ergänzung zum Gesellengrad der blauen Logen. Neben der moralischen Lehre dieses Grades wird gezeigt, wie Unwissende eine Arbeit nicht würdigen, die später zu Ruhm und Anerkennung gelangt. Der Kandidat wählt nach alter Tradition seine Marke, mit der er ab nun seine Arbeiten versieht. Die Darstellung einer biblischen Erzählung schließt den Grad ab.


  1. 5.Grad: Altstuhlmeister

Der (virtuelle) Altstuhlmeister wird verliehen, um einer alten Tradition gerecht zu werden. Früher durften nur diejenigen Brüder den Grad des Royal Arch empfangen, die bereits hammerführende Stuhlmeister ihrer blauen Loge gewesen waren. Diese Regel reduzierte jedoch den Kreis potenzieller Anwärter so stark, dass dieser Grad zwischengeschaltet wurde. Der Kandidat wird mit den Rechten und Pflichten eines Stuhlmeisters vertraut gemacht und soll lernen, über Recht und Pflicht zu wachen sowie freimaurerisches Brauchtum zu pflegen.


  1. 6.Grad: Sehr vortrefflicher Meister

Im Sehr vortrefflichen Meistergrad wird das Gebäude von König Salomos Tempel vollendet. Der Kandidat begegnet hier dem Werkstück aus dem Markmeistergrad wieder. Dieser Grad behandelt die Fertigstellung des Salomonischen Tempels. Der Maurer wird mit vielen wertvollen Lektionen für seine zukünftige Entwicklung konfrontiert.


  1. 7.Grad: Maurer vom königlichen Bogen

Der Maurer vom königlichen Bogen (Royal Arch) wird häufig als einer der schönsten und eindrucksvollsten Grade der gesamten Freimaurerei bezeichnet. Er vollendet den Meistergrad und ergänzt die Hiramslegende. Die babylonische Gefangenschaft wird beendet, der zerstörte Tempel wird wieder aufgebaut. Bei Ausgrabungen werden wichtige Funde gemacht und das verlorene Meisterwort wiederentdeckt. Dieser Grad ist Voraussetzung, um in ein Konzil oder eine Komturei/Präzeptorei aufgenommen zu werden.


  1. 8.Grad: Königlicher Meister

Der Grad des Königlichen Meisters umgibt chronologisch den III° des Meisters. Er führt zurück in eine Zeit, in der Hiram noch lebt und Anweisungen für seinen Nachlass trifft. Im zweiten Teil ist Hiram bereits erschlagen und wird betrauert. Der Maurer empfängt Belehrungen über den Sinn wertvoller Arbeit im Leben und die Bedeutung des Todes. 


  1. 9.Grad: Auserwählter Meister

In der Zeremonie des Auserwählten Meisters betritt der Kandidat das Gewölbe unter dem Salomonischen Tempel, in dem die Bundeslade lagert. Er erwirbt das Recht, die neun Bögen zu passieren, die ihn in den geheimen Raum unter dem Allerheiligsten führen und erfährt, welcher Schatz dort verborgen liegt. 


9a.Grad: Höchst vortrefflicher Meister

Im Höchst vortrefflichen Meister werden die Umstände und Ereignisse bei der Zerstörung des Salomonischen Tempels erläutert. Dieser Grad ist optional. Er wurde früher nur als Ehrengrad an besonders verdiente Brüder verliehen. Heute kommt er nicht zwangsläufig in dieser Reihe vor, kann aber auf Antrag bearbeitet werden.


  1. 10.Grad: Orden der Ritter vom roten Kreuz

Im Orden der Ritter vom Roten Kreuz wird der Kandidat wie einst Serubabel zu König Darius nach Persien gesandt, um ihn um Unterstützung beim Neubau des Tempels zu bitten. Nach einem philosophischen Disput am Königshof gründet König Darius den Orden vom Roten Kreuz, damit dessen Ritter den Tempelbau beschützen und setzt Serubabel als ersten Ritter ein.


  1. 11.Grad: Orden der Ritter des Tempels - Tempelritter

Im Orden der Ritter des Tempels begibt sich der Bruder wieder auf eine Pilgerreise. Am Ziel lernt er das Geheimnis der Eucharistie und

wird zum Tempelritter geschlagen. Er erhält den Auftrag, für die Schwachen einzutreten und den christlichen Glauben zu verteidigen.


  1. 12.Grad: Orden der Ritter von Malta

Im Orden der Ritter von Malta erhält der Kandidat zwei Grade. Ihm wird der Mediterranean Pass mitgeteilt, d. h. der Übergang am Mittelmeer, nach dessen Überquerung der Bruder sich auf eine Pilgerreise begibt. Danach lernt er die Stationen dieses Ordens kennen: Palästina, Zypern, Rhodos, Kreta und Malta.


 

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